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Am 17.09.2020 hat die Stadtverordnetenversammlung der hessischen Stadt Bad Sooden-Allendorf einstimmig die Aufhebungssatzung zur Pferdesteuersatzung mit Wirkung zum 01.01.2021 beschlossen. Damit entfällt ab dem kommenden Jahr die Pferdesteuer im Stadtgebiet ersatzlos. Die Schäden hingegen, die durch die Steuer - sowohl im gesellschaftlichen, als auch im finanziellen und emotionalen Bereich - in dem hessischen Städtchen entstanden sind, lassen sich leider nicht rückgängig machen.
 
Bad Sooden-Allendorf war die erste Stadt bundesweit, die eine Pferdesteuer eingeführt hatte. 2013 trat die Satzung in Kraft, nachdem im zweiten Halbjahr 2012 diverse Aktionen und Gespräche mit Reitsportverbänden und Pferdefreunden ohne Erfolg blieben. Selbst eine Demonstration bei Eisregen im Dezember vor der Stadtverordnetenversammlung, an der trotz des widrigen Wetters Hunderte Pferdefreunde aus ganz Deutschland teilnahmen, brachte die Stadtväter ebnsowenig zum Umdenken wie eine groß angelegte Petition mit insgesamt über 500.000 Unterschriften.
 
Einmal eingeführt, brach die Pferdesteuer über den Zeitraum weniger Jahre im Stadtgebiet einem Züchter, einem Pensionsbetrieb und einem Reitverein, in dem vormals etwa 150 Kinder das Reiten erlernten, das Genick. Diese Betriebe sind unwiderruflich verloren. Was bleibt, ist der fade Nachgeschmack einer zerstrittenen Gemeinde und der zweifelhafte Ruf als "erste Pferdesteuerstadt Deutschlands".

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